Ein Wolfsrudel frisst seine Beute Auftragsformular mit BARF Profil Eine Katze trägt eine erbeutete Maus im Maul Rohe Rinderniere Ein Wolf trägt ein erbeutetes Wildkaninchen im Maul Extrudiertes Hundefutter Eine Katze frisst rohes Fleisch Rohe fleischige Knochen Saugende Hundewelpen

Trockenfutter oder Nassfutter - Was ist besser ?

Was soll ich meinem Hund oder meiner Katze am besten zu fressen geben: Trocken- oder Nassfutter? Unter all den Fragen, die in einer Tierarztpraxis zum Thema Fütterung gestellt werden, ist diese wohl am häufigsten vertreten. Und um es vorweg zu nehmen, sie lässt sich nicht ohne eine Differenzierung der jeweiligen Situation beantworten.

Schweineleber BARF

Bei Tieren, die nicht aufgrund von Erkrankungen eine spezielle (diätetische) Fütterung brauchen und auch keine gesundheitlich relevanten Verhaltensauffälligkeiten hinsichtlich der Futteraufnahme zeigen, ist es aus tiermedizinischer Perspektive vollkommen egal.
Sowohl Trocken- als auch Nass- bzw. Feuchtfutter sind grundsätzlich zur Gabe als alleiniges Futter geeignet. Darüber hinaus können diese auch gemischt werden, sofern darauf geachtet wird, dass dem Tier nicht mehr Energie zugeführt wird, als dieses benötigt. Unter Einhaltung dieser Maßgabe spielt es auch keine Rolle, ob mehr Trockenfutter als Nassfutter oder umgekehrt gegeben wird.

Bei Tieren aber, die in der Folge einer Erkrankung eine Ernährungsumstellung benötigen oder welche eine ausreichende Aufnahme ihres Trocken- bzw. Nassfutters verweigern, kann eine Festlegung auf eine bestimmte Fütterungsweise angezeigt sein. In solchen Fällen sollte vor der Futterumstellung Rücksprache mit einem Tierarzt gehalten werden, um den Anforderungen jedes Einzelfalls gerecht zu werden.
Ganz allgemein kann an dieser Stelle jedoch auf zwei wesentliche und durchaus gesundheitlich relevante Unterschiede zwischen den Futterarten eingegangen werden.

Einer der Unterschiede zwischen Trocken- und Nassfutter liegt natürlich im Wassergehalt. Da alte Tiere im Allgemeinen sowie viele Katzen unterschiedlichster Altersstufen zu einer zu geringen Tränkwasseraufnahme neigen, kann eine (teilweise) Umstellung auf Nassfutter die Wasseraufnahme dieser Tieren erhöhen. Alternativ zu Nassfutter kann auch Trockenfutter mit Wasser bzw. entsprechend eingeweicht gegeben werden. In diesem Zusammenhang muss auch kurz erwähnt werden, dass das Einweichen von Futter zwar mit heißem Wasser schneller zum gewünschten Ergebnis führt, aber mit dieser Methode auch im Futter enthaltene Vitamine zerstört werden. Hier ist also etwas mehr Geduld zu empfehlen und maximal warmes Wasser zu nehmen. Während eine hohe Wasseraufnahme grundsätzlich für alle gesunden und kranken Tiere zu empfehlen ist, spielt diese bei Harnsteinerkrankungen (Senkung der Konzentration des Harns) und Blasenentzündungen („Ausspüleffekt“) eine besonders wichtige Rolle.

Ein weiterer maßgeblicher Unterschied zwischen den beiden Futterarten liegt im Proteingehalt (syn. Eiweißgehalt), welcher im Nassfutter üblicherweise deutlich höher ist als im Trockenfutter. Auch wenn in der Futterdeklaration der Gehalt in der Angabe pro 100 g eines Nassfutters niedriger zu sein scheint, so ist dieser auf die (ernährungsphysiologisch relevante) sogenannte Trockensubstanz bezogen dennoch höher als im Trockenfutter. Mathematik hin oder her – Trockenfutter hat einen niedrigeren Proteingehalt als Nassfutter und sollte daher bei Erkrankungen, für deren Behandlung auch ein möglichst niedriger Proteingehalt im Futter zu empfehlen ist, bevorzugt werden. Eine dieser Erkrankungen ist die chronische Niereninsuffizienz, bei der die Nieren bereits derart geschädigt sind, dass sie nicht mit unnötig viel Protein (genauer gesagt: mit dem im Protein enthaltenen Stickstoff) belastet werden sollten.


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